In der Öffentlichkeit wird viel über Haltung gesprochen – insbesondere von Kulturinstitutionen. Gleichzeitig scheinen wichtige Instanzen weggebrochen zu sein.
- Was also tun? Und was ist überhaupt Haltung?
Um eine Haltung beziehen zu können, müssen Kulturinstitutionen nach innen wie außen kommunizieren.
Der Hauptfokus sollte dabei darauf liegen, interne wie externe Spannungen zur Kenntnis zu nehmen und fortlaufend gut zu managen, um daraus Kreativität zu generieren. Haltung erfordert also stete Bewegung und kommt letztlich in allen Prozessen der Institution zum Ausdruck. Sie ist das kollektive Verständnis der Mitglieder darüber, was die Organisation ausmacht.
Ob eine Institution schließlich eine politische Haltung nach außen formuliert, ist in diesem Prozess nicht entscheidend. Denn auch ein Sich-Enthalten ist eine Form von Haltung, die für die Institution und ihre Mitarbeiter:innen am authentischsten sein kann. In diesem Sinne bezeichnet Haltung nicht nur ein angestrebtes Ziel, sondern das Streben selbst.
Diese Einsichten brachte unser Cultural Leadership Lunch „CLunch“ im April zutage, bei dem Elena Römer Einblicke in ihre wissenschaftliche Forschung zum Thema Haltung gab. In unserem monatlichen Mittagsformat für Führungskräfte sprechen wir über verschiedene Handlungsfelder, Instrumente und Methoden von Cultural Leadership und wollen insbesondere einen Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis ermöglichen.
Elena Römer war u.a. Stipendiatin der Claussen-Simon-Stiftung und schreibt derzeit ihre Promotion am Institut für Kultur- und Medienmanagement (KMM) der Hochschule für Musik und Theater Hamburg unter dem Arbeitstitel: „Eine Frage der Haltung – Versuch einer interdisziplinären Klärung des Wesens und der Bedeutung für Kulturorganisationen“.
